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Das
evangelische Diözesanmuseum in Fresach ist eine einzigartige Gedenkstätte des
Evangelischen Glaubens in Österreich. DER GEHEIMPROTESTANTISMUS „Ich will lieber über eine Wüste herrschen, lieber Wasser und Brot genießen, mit Weib und Kind betteln gehen, meinen Leib in Stücke hauen lassen, als ein Unheil gegen die (röm. kath.) Kirche, als die Ketzerei dulden.“ Diese Gelübde Kaiser Ferdinand II. brachte ein in der Geschichte der christlichen Kirche Österreichs einzigartiges Phänomen hervor, den Geheimprotestantismus. Fast 200 Jahre andauernder Unterdrückung, politischer Verfolgung und Ausweisung von Gläubigen konnte der Protestantismus in den abgelegenen Gebirgstälern vom oberösterreichischen Salzkammergut bis über die Obersteiermark und bis Oberkärnten überdauern. Die schriftlichen Zeugnisse, die
den Menschen in dieser Zeit Trost und Hoffnung spendeten, sind in den
Vitrinen des Fresacher Museums ausgestellt.
Das Museum ist in einem
Toleranzbethaus untergebracht. Es wurde nach dem von Kaiser Josef II. 1781
erlassenen Toleranzpatent errichtet, welches den Evangelischen nach der
langen Zeit der Unterdrückung die Ausübung eines privaten gottestdienstlichen
Lebens gewährte. Der Ort der Anbetung durfte
nach diesem Erlass jedoch nach außen hin nicht als religiöse Stätte erkennbar
sein. Kein Turm, keine Glocken, keine hohen Fenster, keinen direkten Eingang
von der Straße und die Lage am Ortsrand waren die Vorgaben. Das Fresacher Bethaus ist unter den ehemaligen 50 Bethäusern im heutigen Österreich das einzige, welches seine Urform innen und außen behalten hat und wurde aus diesem Grund 1951 von der Kärntner Landesregierung unter Denkmalschutz gestellt. |
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DIE SAMMLUNG War ursprünglich nur daran gedacht, die Sammlung auf Kärnten zu beschränken, so zeigte es sich, dass sich auch aus anderen Bundesländern, ja sogar auch aus den Ländern des habsburgischen Österreich aus Böhmen und Ungarn bedeutende Sammelstücke einfanden. So dient das Diözesanmuseum in Fresach der gesamten evangelischen Kirche mit ihrer weiträumigen Vergangenheit. |
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Besichtigung: vom 1.5 - 1.11., jeden Donnerstag von 9 - 12:00 Uhr und 14 - 17:00 Uhr oder aber auf besondere Anmeldung im Evangelischen Pfarramt, A-9712 Fresach Nr. 48, Tel.: (0 42 4) 48 14 oder bei Herrn Bischof i.R. Oskar Sakrausky, A-9712 Fresach Nr. 60, Tel.: (0 42 45) 48 49 |
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