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Sehenswürdigkeiten
der Stadt Braunau
Der
Stadttorturm (Plan Nr. 8)
Auf den Fundamenten des "Oberen Tores", das während des Landshuter Erbfolgekrieges (1504) zerstört worden war, wurde um 1520 der Torturm errichtet. Durch sein schmales Tor führt heute die Fahrstraße vom Stadtplatz in die Vorstadt. Dieser Turm mit seinem Tor war eines von einstmals fünf Stadttoren und das Einzige seiner Art, das noch erhalten blieb. Die beiden äußeren Tore der Festungsstadt - das Ranshofner- und das Laabtor - wurden beim Schleifen der Festung im Jahre 1808 abgerissen, das Linzer Tor mit dem Rathaus beim Brand 1874 zerstört und das Brücken- oder Inntor beim Bau der neuen "festen Brücke" 1892 abgetragen. Der Torturm hat im Laufe der Jahrhunderte, immer dem jeweiligen Zeitgeschmack entsprechend, wiederholt sein Aussehen verändert. Der um 1520 erbaute Turm war im gotischen Stil mit vielen kleinen Ecktürmchen und einem hohen Zeltdach erbaut worden. Um 1675 wurde der Turm barockisiert und ihm ein mächtiger Barockhelm aufgesetzt. Dieser wiederum wurde 1882 entfernt, um im ""neugotischen" Stil mit Zinnen und einem etwas eigenwilligen Zeltdach mit gotischen Fensterdurchbrüchen versehen. Diesen neugotischen Turm wollte man 1939 stilgerecht, jenem von 1520 entsprechen, umgestalten, und man nahm ihm vorerst das Zeltdach ab. Die Kriegsereignisse ließen eine grundsätzliche Neugestaltung des Turmes nicht zu. Erst zum Jahr 1966 erhielt der Torturm jene Form, die er ursprünglichen wohl am nächsten kommt. Dabei wurde auf die Seitentürmchen verzichtet, dafür eine Laterne eingebaut, in der sich ein Glockenspiel befindet. Der Torturm diente, wie schon erwähnt, zeitweise als Rathaus, war aber vorwiegend als Wohnturm eingerichtet gewesen. Seit 1974 befand sich darin bis vor kurzem ein Teil der Landesmusikschule. Jetzt ist er Ausstellungsraum für die Innviertler Künstlergilde. Quelle: |